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Chinook & Co

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Festival Musik und Wein im Ahrtal

Vielen Dank für Ihren Besuch.

Sehr geehrte Freunde des Festivals Musik und Wein im Ahrtal, wir möchten uns bei Ihnen für ein tolles Festival 2014 bedanken. Alle präsentierten Künstler sind beim Publikum sehrgut angekommen, und haben betont nochmals in der einmaligen Location der Klosterruine spielen zu wollen. Die famliäre Athmosphäre des Festivals werden wir auf jeden Fall beibehalten, da diese sich bei Ihnen und den Beteiligten Acts auch nachhaltig einprägt, so hoffen wir auch im Jahr 2015 interressante Künstler präsentieren zu können. Ideen, Verbesserungen und auch Kritik bitte an kleinkunstandmore@web.de

 Philosophie

Was 2007 mit einer eintägigen Veranstaltung begonnen hat, hat sich mittlerweile zu einem echten Geheimtipp der guten Musik weiterentwickelt. Philosophie des Festivals ist es hochkarätige Künstler ins idyllische Ahrtal zu locken. Das ganze verpackt unter dem Motto “Musik und Wein”.

Location

Vor wenigen Jahren, nämlich im Jahre 2012 wurde an verschiedenen Orten der Gründung des Klosters Marienthal gedacht werden. Dann nämlich feierte das Kloster - oder das, was davon geblieben ist - sein 875-jähriges Bestehen. Ebenso wie wir wird sicher auch die ehemalige Abtei Klosterrath, heute Rolduc in Niederländisch-Limburg, auf dieses Ereignis eingehen. Auch der ein oder andere Bewohner unseres schönen Ahrtals wird sich vielleicht rückbesinnen, denn dieses Kloster Mariae vallis ist das älteste Kloster an der Ahr überhaupt...(mehr)

Die geistige, zum Teil auch ökonomische Entwicklung des Tals und seiner Bewohner wäre ohne dessen Existenz höchstwahrscheinlich anders verlaufen. Die Annales Rodenses, die Klosterrather Annalen, eine Art Jahresbericht, geben recht zuverlässig Auskunft über Gründung, Aufgabe und Wirken von Marienthal. Sie sind aufgeschrieben worden in dem bereits genannten Klosterrath, dem Mutter- oder richtiger gesagt Vaterhaus unseres Konvents im Ahrtal. Klosterrath war das Hauskloster der Grafen von Saffenberg, deren Sitz die Saffenburg gegenüber von Mayschoß an der Ahr war.

Das Geschlecht der Saffenberger stammte aus dem Raum Jülich und gehörte zu jenen Familien, die den Pfalzgrafen, ursprünglicher Sitz Aachen, dienten, die mit der Verwaltung des Reichsgutes beauftragt waren. Dies wiederum war eine Zuteilung, die auf die Gaugrafschaften Karls des Großen zurück zu führen ist.

Als Herren von Nörvenich waren sie mit der Aufsicht im Aregau betraut, weshalb sie ihren Verwaltungssitz an der Ahr errichteten, aber das heimatliche Gut behielten. Als fromme Augustinermönche die Bitte an sie herantrugen, auf dem heimatlichen Sitz an der Wurm ein Kloster nach den Regeln des hl. Augustinus zu gründen, sagten sie zu und halfen nach Kräften. So begann man 1104 mit dem Bau und wenige Jahre später stand bereits die mächtige Kirche.

Das Kloster wurde in verhältnismäßig kurzer Zeit sehr bedeutend, wovon sich noch heute jeder Besucher Rolducs überzeugen kann.Die Abteikirche mit ihrer berühmten Krypta, in der übrigens Adalbert von Saffenberg beigesetzt ist, zählt zu den in der Kunstwelt am meisten bewunderten romanischen Kirchen zwischen Rhein und Maas.

Neben dem Männerkloster war jedoch ein Frauenkonvent errichtet worden, was seinerzeit im Abendland durchaus üblich war. Profane Dinge wir Arbeitsteilung waren der Grund für das Nebeneinander, aber auch der ernstzunehmende Anspruch der Frau auf Gottesdienst. Natürlich barg dieses Nebeneinander auch Probleme, die auf der Geschlechtlichkeit beruhten.

Wie aber aus allen Quellen hervorgeht, standen diese nicht einmal obenan. Oft führten reine Aufsichts-, Gehorsams- oder Besitzfragen zu Zwistigkeiten, die eine klare Trennung der Klostergemeinschaften erforderlich machten. So scheint es auch im Kloster Rath oder auch Roth (Roth le Duc = Rolduc) gewesen zu sein. Denn als Adolf von Saffenberg dem Sohn des Herzogs von Jülich seine Tochter zur Frau gab, nutzte Prior Borno bei den Feierlichkeiten die Gelegenheit, Adolf die Bitte vorzutragen, dem Frauenkonvent an der Ahr eine dauerhafte Heimstatt zu geben.

Dieser war einverstanden und stiftete zu diesem Zweck das Hubachtal. 1137 also kamen dann die ersten Schwestern von dem limburgischen Kloster an die Ahr und begannen das Tal urbar zu machen. Bereits im September 1141 konnte die Kirche durch den Erzbischof von Köln konsekriert werden.Das Kloster beherbergt sieben Werkstätten, unter anderem eine Brennerei sowie ein Gästehaus. Durch Schenkungen wächst das Besitztum rasch.

In Ahrweiler, Rech, im Kreis Düren und in Nentroth, überall erlangt der Orden zusätzlichen Besitz. Die Burggrafen der Landskrone stiften ansehnliche Streifen Landes und erwerben das Recht des Erbbegräbnisses in der Kirche.Dennoch haben es die Schwestern in Marienthal nie leicht gehabt. In Marienthal mussten alle anpacken. Wenn der Hubach anschwoll, war stets Überschwemmung. Und die Stadt Ahrweiler zum Nachbarn zu haben, war nicht immer angenehm. Von Prozessen und Auseinandersetzungen ist in den wenigen Quellen ständig die Rede.Dass nur wenige Quellen blieben, daran ist der Dreißigjährige Krieg schuld.

1632 plünderten Schweden das Kloster, 1646 waren es die Franzosen. Als sie abzogen, war das Kloster mehr oder minder eine Ruine. 1699 begann der Wiederaufbau, in dessen Zuge der Klostergarten nach Süden hin erweitert wurde. In diesen Teil wurde 1762 der sogenannte Gartenpavillon errichtet, übrigens der einzige Bau des Klosters aus der Zeit vor der französischen Revolution, der unzerstört erhalten geblieben ist.

1792 flüchteten die Insassen des Klosters, die Einrichtungsgegenstände gingen an Kirchen in der Umgebung, so zum Beispiel der Altar, der heute noch die Kirche des kleinen Eifeldorfes Arenberg schmückt. Das Gotteshaus selber verfiel schnell zur Ruine, nachdem 1802 die Aufhebung des Klosters verfügt und die Gebäude verkauft waren. Der gesamte Komplex ging danach durch mehrere Hände, bis 1925 das gesamte Anwesen Sitz der Staatlichen Weinbaudomäne wurde.

Das Land Rheinland-Pfalz veräußerte widerrum 2004 das Anwesen mit der dazugehörigen Weinbaufläche an die Weingut Kloster Marienthal KG.